Samstag, 6. Oktober 2012

[Rezension] Beth Revis - Godspeed "Die Suche"

Inhalt: Spannung und Gefühl. Nicht von dieser Welt! Die Zukunft für Amy und Junior liegt in weiter Ferne. Während ihre Gefühle füreinander stärker werden, wird die Lage auf dem Raumschiff, der "Godspeed", immer bedrohlicher. Ohne die kontrollierende Droge Phydus, das heißt ihrem freien Willen unterworfen, sind die Menschen an Bord überfordert. Die Stimmung droht zu kippen. Auch die Technik entpuppt sich als trügerisch: Wird nur eine Gruppe Auserwählter das Ziel, die Zentauri-Erde, erreichen? Der Druck auf Amy und Junior wächst: Wer ist Freund, wer Feind? Und wohin führt sie ihre Liebe? Der zweite Band der spektakulären Godspeed-Trilogie ist ein Genre-Mix aus Dystopie, Sci-Fi-Thriller und Romantik.

Aufbau und Handlung: Das Buch ist abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Amy und Junior geschrieben, wie bereits im ersten Teil. Anders als viele Romane, wird Präsens anstatt Perfekt verwendet, was ich persönlich mag, da ich so das Gefühl habe noch näher am Geschehen zu sein.
Die Kapitel haben alle eine angenehme Länge, damit meine ich, dass sie weder zu kurz noch zu lang sind, sondern sich wunderbar zum einteilen eignen.

Eigene Meinung: Den ersten Teil der Trilogie „Die Reise beginnt“ fand ich okay, jedoch nicht überragend, nichts desto trotz habe ich mir nach dem Lesen direkt den zweiten Teil vorbestellt, sodass er dann vor wenigen Wochen bei mir eintraf. Bereits nach wenigen Kapiteln war ich überrascht wie gut mir das Buch jetzt gefiel. Ich kann nicht mal genau sagen woran es liegt, aber ich finde Beth Revis hat sich wahnsinnig gesteigert. Auch wenn in manchen Kapiteln im Grunde nicht viel passiert, macht es Spaß sie zu lesen und es bleibt immer spannend. Ich war wirklich begeistert. Diese Begeisterung legte sich jedoch etwas auf den letzten Seiten. [ACHTUNG SPOILER] Es gefällt mir gar nicht, dass die Autorin Victria sterben ließ, da ich sie genauso wie bereits Harley im ersten Teil besonders gerne mochte. Natürlich kann nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen sein, aber schade finde ich es trotzdem.
Zudem entwickelt sich vor allem Amy für mich sehr unsympathisch. Sie wirkt sehr unbedacht und egoistisch, verfügt über wenig Einsehen und Einfühlungsvermögen. Doch auch, wenn ich sie dadurch weniger mag, finde ich ihre Entwicklung nicht negativ, denn dadurch wird sie stärker charakterisiert und hebt sich von anderen farblosen Hauptcharakteren ab, die in anderen Büchern oft einfach immer das richtige tun und denken.

Trotz eines winzigen Kritikpunktes, vergebe ich fünf von fünf Sternen für eine wirklich spannende Fortsetzung. Band 3 ist natürlich direkt vorbestellt!