Freitag, 7. April 2017

(Rezension) Sarah Kuttner - Wachstumsschmerz


Seitenanzahl: 288
Preis (Taschenbuch): 9,99 €
Kaufen: Amazon, Thalia

Luise und Flo sind ein Paar und beschließen, endlich erwachsen zu werden. Sie suchen eine Wohnung, ziehen zusammen, schaffen sich ein gemeinsames Bett an und tanzen zu Manfred Krug durch ihre neuen Zimmer. Doch nach kurzer Zeit stehen sie im Flur nebeneinander wie zwei an der Raststätte vergessene Kinder. Luise hat das Gefühl, nur Erwachsen zu spielen. Irgendwie ist dieses Leben falsch. Als ob jemand plötzlich alles verwandelt hätte, die Regeln geändert für das Leben, ab dreißig oder so. Thirdlife Crisis: Darf man die zahllosen Möglichkeiten des Lebens einfach ignorieren und wie ungebetene Gäste vor der Tür stehen lassen? Wie kann man der Liebe vertrauen, wenn man nicht mal sich selbst vertraut? Wie konnte die Zeit nur so schnell vergehen? Und was fangen wir mit den nächsten zwei Dritteln des Lebens an?


Sarah Kuttners Schreibstil ist unverwechselbar. Ich kenne keine andere Autorin oder Autor, der einfühlsamer und gleichzeitig so sympathisch ehrlich schreibt. Sie bringt die Dinge auf den Punkt, selbst diejenigen, die andere sich schämen würden zu äußern. Unsere Gesellschaft erwartet Perfektion.
„Wachstumsschmerz“ ist eine Alltagsgeschichte in der ich auch viele eigene Emotionen wiederfinden konnte.
Das Einzige, was mich an diesem Buch gestört hat, ist das Ende. Es ist mir zu abrupt und ich kann es nicht deuten. Da hätte ich mir mehr Erklärung oder Hinweise gewünscht


Ich würde jedes Buch von Sarah Kuttner lesen. 


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