Montag, 28. Dezember 2015

[Rezension] Antonia Michaelis – Niemand liebt November

Seitenanzahl: 432
Preis: 17,99 €
Kaufen: Amazon, Thalia


Schatten der Vergangenheit: ein Spiel um Leben und Tod. Kurz vor Ambers sechstem Geburtstag verschwanden ihre Eltern auf unerklärliche Weise. Jetzt ist Amber, die eigentlich November heißt, 17 Jahre alt und glaubt, eine Spur zu haben. Doch was hat es mit dem Jungen auf sich, der in dem erleuchteten Zelt ein Buch liest, sich aber in Luft auflöst, sobald sie sich ihm nähert? Welche Ziele verfolgt der Kneipenwirt, zu dem sie sich immer stärker hingezogen fühlt, und der immer für sie da zu sein scheint? Steckt er vielleicht sogar hinter den anonymen Drohungen, die sie erhält? Amber muss sich entscheiden: zwischen ihrer zerstörerischen Vergangenheit und dem Aufbruch in die Zukunft.


 Ein Buch von Antonia Michaelis zu lesen ist immer wieder ein besonderes Erlebnis. Ihr Schreibstil ist poetisch, voller Gefühl und wie gemalt. Die Geschichten sind ergreifend, verwirrend, tiefsinnig und nie das, was man erwartet.
So war auch „Niemand liebt November“ für mich.

Das Buch entwickelte sich anders als ich gedacht hätte. Zuerst wusste ich nicht, ob ich diese Entwicklung gut finden sollte, aber am Ende ergibt irgendwie alles einen Sinn und ich hatte das Gefühl, dass die Geschichte nur so und nicht anders hätte sein können.

Die Handlung bewegt sich immer zwischen Realität, Einbildung und Traum, sodass es nicht immer leicht ist die Grenzen zu erkennen.

Amber ist als Protagonistin schwierig, aber liebenswert. Ein Mädchen mit einer Geschichte wie ihrer handelt nicht immer nachvollziehbar.

Die Stimmung des Buches ist düster und nur von wenigen Lichtblicken durchzogen, aber das macht gerade dieses Buch aus.


„Niemand liebt November“ ist ein typischer Michaelis-Roman: poetisch, tiefsinnig, düster, ergreifend und etwas ganz Besonderes, das einen nicht so leicht wieder loslässt. 


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