Donnerstag, 19. November 2015

[Rezension] Kiera Cass – The Heir (Selection 4)

Seitenanzahl: 368
Preis (englisches Taschenbuch): 8,53 €
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Twenty years ago, America Singer entered the Selection and won Prince Maxon’s heart. Now the time has come for Princess Eadlyn to hold a Selection of her own. Eadlyn doesn’t expect anything like her parents’ fairy-tale love story...but as the competition begins, she may discover that finding her own happily ever after isn’t as impossible as she’s always thought.


Ich habe bereits Selection 1-3 relativ schnell hinter einander gelesen, was sicher an Kiera Cass mitreißendem Schreibstil liegt. Während mir Band 1 und 2 sehr gut gefallen haben, war ich von dem dem dritten Band eher enttäuscht, da meine Erwartungen nicht erfüllt wurden. Ich hätte mir mehr in Richtung Dystopie gewünscht und fand die Auflösung am Ende etwas zu einfach. Deshalb habe ich mir bewusst Zeit gelassen, um Band 4 zu lesen. Ein bisschen Abstand hat sicher auch gut getan, denn immerhin liegen zwischen den Handlungen 20 Jahre.

Mir ist es leicht gefallen in „The Heir“ (deutsch: Die Kronprinzessin) einzusteigen, da ich mich noch gut an die vorherigen Bände erinnern konnte, jedoch könnte man die Geschichte vermutlich auch ohne Vorwissen verstehen. Es würde nur etwas an den geschichtlichen Hintergründen fehlen. Eadlyn, die Tochter von America und Maxon präsentierte sich mir zu Beginn eher als unsympathische Prinzessin, die hauptsächlich sich selbst und weniger die Menschen in ihrem Umfeld sieht. Es fiel mir schwer sie zu verstehen oder Mitgefühl für sie zu empfinden. Ihre Art ist jedoch bewusst von Kiera Cass gewählt, denn Eadlyn macht im Verlauf des Buches eine Wandlung durch, die mir dafür umso besser gefallen hat. Sie erkennt ihre eigenen Schwächen und beginnt an sich zu arbeiten. Ich LIEBE Charaktere, die nicht von Anfang an perfekt sind, sondern ihre Fehler und Macken haben. Eadlyn ist voller Fehler und gerade deshalb ist sie mir ans Herz gewachsen. Es macht Freude ihr als Leser bei der Entwicklung zuzusehen und während ich sie zu Beginn noch beschimpfen wollte, kann ich es jetzt kaum erwarten sie nächstes Jahr „wiederzulesen“.

Auch in diesem Band werden die dystopischen Probleme angesprochen, jedoch leider ohne tiefer darauf einzugehen. An manchen Stellen hätte ich mir gewünscht, dass es anders gewesen wäre, doch ich bin bereits von „Selection“ gewohnt, dass eher das Zwischenmenschliche im Vordergrund steht als die dystopischen Aspekte und deshalb hat es mich dieses Mal nicht so sehr gestört.

Neben Eadlyn sind auch die vielen neuen Charaktere liebevoll herausgearbeitet. Jeder der Kandidaten weist irgendetwas liebenswürdiges auf, dass es einem als Leser schwer macht einen Favoriten unter ihnen zu wählen. Das ist wirklich perfekt gemacht, denn genauso geht es ja auch Eadlyn selbst. Ich bin schon wahnsinnig gespannt, was wir noch weiter über die einzelnen Kandidaten erfahren werden.


„The Heir“ ist eine tolles Sequel der „Selection“-Reihe mit einer ausgewöhnlichen Prinzessin, die man kennenlernen muss, um sie lieben zu lernen. Eine hervorragende charakterliche Entwicklung! Ich bin begeistert und habe mir die Fortsetzung „The Crown“ direkt vorbestellt. Leider dauert es jedoch noch bis Mai bis sie im Englischen erscheinen wird. 


Kommentare:

  1. Huhu liebe Maya,

    ich liebe die Selection Reihe total. Auch den dritten Band ;)
    Eadlyn war mir an manchen Stellen leider zu arrogant. Ich konnte manchmal gar nicht fassen, dass das die Tochter sein soll, die Maxon und America erzogen haben sollen. Alle Werte, die Maxon und America so besonders gemacht haben, konnten sie nicht wirklich an ihre Tochter weitergeben. Das fand ich sehr schade.

    Ansonsten hat mir das Buch natürlich auch sehr gut gefallen und ich bin auch schon riesig auf die Fortsetzung gespannt. <3

    Liebste Grüße

    Sonja

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    1. Hallo Sonja =)

      Ich mochte Eadlyn gerade, weil sie anders war. Bei ihr gab es nie Zweifel daran, dass wie sie sich verhalten war, nicht richtig war. Es war schön ihr dabei zu zusehen wie sie das nach und nach selbst erkannt hat. America mochte ich am Anfang sehr, aber sie hatte sich für meinen Geschmack zum negativen entwickelt. Bei Eadlyn war es andersherum, das hat mir bsonders gefallen :-)

      Zum Glück sind Geschmäcker auch bei Charakteren verschieden und wir sind uns ja dennoch beide einig, dass es ein tolles Buch ist <3

      Liebste Grüße zurück,
      Maya

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  2. Hey Maya,
    Eadlyn hat mir anfangs auch etwas Kopfschmerzen bereitet, doch dann ist sie mir unglaublich ans Herz gewachsen. Ich kann ihre Gefühle besser nachvollziehen als mir manchmal lieb ist, daher freut es mich immer wieder zu lesen wenn noch jemand sie lieben gelernt hat :) Auf The Crown bin ich auch schon sehr gespannt!
    Allerliebste Grüße, Sandy ♥

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