Dienstag, 22. September 2015

[Rezension] Gillian Flynn – Cry Baby



 Seitenanzahl: 330
Preis: 12,99 €
Kaufen: Amazon, Thalia


›Babydoll‹ steht auf ihrem Bein. ›Petticoat‹ auf ihrer linken Hüfte. ›Böse‹ findet sich ganz in der Nähe. ›Girl‹ prangt über ihrem Herzen, ›schädlich‹ ist in ihr Handgelenk geritzt. Camille Preakers Körper ist übersät mit Wörtern. Wörtern, die sie sich in die Haut geritzt hat. Das letzte Wort, das sie sich einritzte, hieß ›verschwinden‹. Danach stellte sie sich. Den Therapeuten, aber auch ihrer Vergangenheit. In ihrer alten Heimatstadt Wind Gap wurden zwei Teenager entführt und
ermordet. Camille Preaker soll den Fall für ihre Zeitung vor Ort recherchieren. Sie findet die Dämonen ihrer Kindheit. Und die verbreiten nicht nur Angst und Schrecken, sondern töten auch.


 Mein Pullover war neu, knallrot und hässlich.


Nachdem ich von „Gone Girl“ und „Dark Places“ begeistert war, musste ich auch unbedingt Gillian Flynn’s Debüt „Cry Baby“ lesen. Meine Erwartungen waren hoch und wurden nicht enttäuscht – ganz im Gegenteil: Sie würden übertroffen.
Ich liebe Gillian Flynn’s Schreibstil. Bei ihr hat man nicht das Gefühl einen Roman zu lesen, sondern sich direkt im Kopf der Protagonistin zu befinden. Sie schreibt ungeschönt, ehrlich und direkt, aber dabei unglaublich einfühlsam und gefühlvoll.
Ihre Charaktere zeichnen sich dadurch aus, dass sie nicht perfekt und makellos sind, sondern gerade durch ihre Fehler und Makel glänzen. Man muss sie nicht immer verstehen, aber man ist gerade deshalb so sehr von ihnen gefesselt, dass man immer mehr über ihre dunklen Geheimnisse erfahren möchte.
Auch bei „Cry Baby“ kam das Ende für mich wieder völlig überraschend, aber dennoch absolut glaubhaft und nachvollziehbar. Selbst dann als ich glaubte, dass sei das Ende konnte Gillian Flynn nochmal einen drauflegen und mich einige Seiten später wieder völlig schocken.


„Cry Baby“ hat mich geschockt, aber völlig von sich überzeugt. Gillian Flynn ist meine absolute Thriller-Queen! 


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