Donnerstag, 23. Juli 2015

[Rezension] George R.R. Martin – Der Sohn des Greifen (Das Lied von Eis und Feuer 9)



 Seitenanzahl: 753


Preis: 16,00 €
Kaufen: Amazon, Thalia


Die Sieben Königreiche zerfallen weiter im Machtkampf der großen Adelshäuser, die einander eifersüchtig belauern in ihrer Gier nach dem Eisernen Thron. Einigkeit finden sie nur in ihrem Misstrauen gegen Daenerys Targaryen, der rechtmäßigen Erbin der Krone. Gemeinsam mit ihren drei Drachen und einer stetig wachsenden Armee greift sie vom Osten aus nach der Herrschaft über Westeros. Die größte Gefahr droht derweil jedoch aus dem Norden, wo schreckliche Geschöpfe sich erheben, um die Menschen des Südens zu überrennen. Allein Kommandant Jon Schnee und seine wenigen tapferen Männer von der Nachtwache stemmen sich verzweifelt gegen diese finstere Übermacht …


 
„Menschgestank hing in der Nacht.“


 
Ganz egal, das wievielte Buch ich aus der „Das Lied von Eis und Feuer“-Saga auch lese, ich bin immer wieder unglaublich beeindruckt von der enormen Weltengestaltung des Autors. Die Bücher drehen sich nicht nur um ein paar Personen, deren Abenteuer man dann miterlebt, sondern erzählen die Geschichte eines ganzen Kontinents. Neben der eigentlichen Hauptgeschichte gibt es noch so viele Nebengeschichten aus der Vergangenheit, die nicht weniger interessant sind. Mit der Welt, die George R.R. Martin erschaffen hat, könnte er ganze Bücherregale füllen, ohne, dass es je langweilig würde.
Auch in dem neunten Band der Reihe kommen viele Charaktere vor, sowohl altbekannte als auch neue. Auch hierbei stellt der Autor unter Beweis, dass er nicht nur vermag Welten zu erschaffen, sondern auch lebensechte Personen. Jedes Kapitel ist so individuell auf den Charakter abgestimmt, dass man nicht einmal Namen lesen müsste, um bereits nach wenigen Zeilen erraten zu können, um wen es sich gerade dreht.
Die Vielzahl an Charakteren stellt für mich jedoch auch einen leichten Kritikpunkt da. Manchmal fällt es mir schwer mich von der Geschichte wirklich packen zulassen und ich würde gerne Kapitel von, aus meiner Sicht, weniger interessanten Charakteren überschlagen, um zu meinen Lieblingen weiter zu blättern. Dazu bin ich vielleicht auch eine typische weibliche Leserin, die seitenlange Beschreibungen von Schlachten nicht sehr spannend findet. Manchmal erscheint mir die Geschichte einfach etwas in die Länge gezogen, gerade wenn man dann die Serie im Vergleich hat und sieht, dass Kapitel ausgelassen wurden, weil sie einfach nichts Bedeutendes, was irgendwie zur Haupthandlung beitragen würde, erzählen.


„Der Sohn des Greifen“ ist eine gelungene Fortsetzung, die mit spannenden Passagen zu überzeugen weiß. Jedoch erhält sich meiner Meinung nach die Spannung leider nicht durch das gesamte Buch, sodass es einige Längen gibt. 


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