Donnerstag, 18. Juni 2015

[Rezension] Tahereh Mafi – Rette mich vor dir

Seitenanzahl (Taschenbuch): 410
Preis (Taschenbuch): 9,99 €
Kaufen: Amazon, Thalia


Juliette ist die Flucht gelungen. Sie und Adam sind den Fängen des grausamen Regimes entkommen und haben Zuflucht gefunden im Omega Point, dem geheimen Stützpunkt der Rebellen. Hier gibt es andere wie sie mit übernatürlichen Kräften, und zum ersten Mal fühlt Juliette sich nicht mehr als Außgestoßene, als Monster. Doch der Fluch ihrer tödlichen Berührung verfolgt sie auch hier – zumal Adam nicht länger völlig immun dagegen ist. Während ihre Liebe zueinander immer unmöglicher scheint, rückt der Krieg mit dem Reestablishment unaufhaltsam näher. Und mit ihm das Wiedersehen mit dem dunklen und geheimnisvollen Warner, hinter dessen scheinbar gefühlloser Fassade sich so viel mehr verbirgt, als es den Anschein hat ...


Vielleicht ist die Welt heute ein pralles Spiegelei.



 
„Rette mich vor dir“ ist der zweite Teil der Dystopie rund um Juliette. Das Buch schließt nahtlos an seinen Vorgänger an. Zu Beginn dreht es sich hauptsächlich um die Gefühle von Protagonistin Juliette sowohl zu sich selbst als auch ihrem Freund Adam. Ein Krieg steht kurz bevor und die beiden denken nur aneinander. Das ließ beide Charaktere auf mich sehr Ich-bezogen wirken, wodurch sie mir nicht gerade symphytisch waren, dabei mochte ich zumindest Adam im ersten Band sehr.
Juliette erschien mir seit jeher eher schwach, selbstmitleidig und naiv. Auch in der Fortsetzung hat sich das leider nicht gebessert. Ich verstehe sie zu oft einfach nicht. Sie lässt sich immer leicht von ihren Gefühlen ablenken, vergisst dabei jeden um sich herum und handelt für mich nicht nachvollziehbar. Sie belügt Menschen, die ihre Freunde sein wollen und bringt diese damit in größte Gefahr. Wenn sie ihren Fehler erkennt, versucht sie nicht es wieder gut zu machen, sondern ertrinkt in Selbstmitleid. Sie sieht sich selbst immer als Opfer ihrer Fähigkeiten und versucht nicht einmal sie zum Positiven einzusetzen. Zwar bewirkt sie in diesem Teil auch viel Gutes, aber nie aus eigenem Antrieb, sondern immer nur durch Aufforderung anderer.
Adam gefiel mir in „Rette mich vor dir“ auch nicht mehr so gut, da sich für ihn alles nur noch um Juliette zu drehen scheint. Er war immer so stark und zielgerichtet, doch jetzt ist er nur noch wütend oder verletzt. Geradezu ein Wrack. Juliette und er lieben sich sehr, aber als Leser bekam ich meine Zweifel, ob sie einander überhaupt gut tun.
Mein Favorit in diesem Band war eindeutig Kenji. Er ist humorvoll, ohne dabei das Wesentliche aus den Augen zu verlieren. Er ist es, der Juliette den Kopf wäscht und sie daran erinnert, dass es auch noch andere Menschen mit Problemen gibt. Ich empfand ihn als stärksten Charakter und dabei durchweg liebenswert.
Wenn man mal von dem ganzen Gefühlschaos absieht, hat mir das Buch wirklich gut gefallen. Es war spannend, die Entwicklungen logisch und macht neugierig auf mehr. Man bekam einen tieferen Einblick in die dystopische Welt, die von Tahereh Mafi erschaffen wurde.


 Gelungene Fortsetzung, die mich in freudiger Erwartung auf das Finale zurücklässt. 


1 Kommentar:

  1. HuHu liebe Maya ♥

    Ich liebe die Reihe rund um Juliet wirklich sehr, da sich der Schreibstil der Autorin auch sehr von anderen abhebt und mich immer wieder beim Lesen verzaubert *-* Natürlich muss ich Lesenasen unbedingt wissen für wen dein Herz im Buch schlägt: Warner oder Adam? Villt magst du es mir ja verraten :-) Auf jedenfall kannst du gespannt auf den letzten Band der Reihe sein, dieser hat mir wirklich sehr sehr gut gefallen, auch wenn ich mit einem lachenden und weinenden Auge die Reihe beendet habe^^ Hast du meine Mail eigentlich bekommen?

    Fühl dich lieb gedrückt und hab einen schönen Tag!
    Alles Liebe ♥
    Leslie

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