Donnerstag, 11. Juni 2015

[Rezension] Rick Yancey – Das unendliche Meer

Seitenanzahl: 347
Preis: 16,99 €
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Die erste Welle vernichtete eine halbe Million Menschen, die zweite noch viel mehr. Die dritte Welle dauerte ganze zwölf Wochen an, danach waren vier Milliarden tot. Nach der vierten Welle kann man niemandem mehr trauen. Cassie Sullivan hat überlebt, nur um sich jetzt in einer Welt wiederzufinden, die von Misstrauen, Verrat und Verzweiflung bestimmt wird. Und während die fünfte Welle ihren Verlauf nimmt, halten Cassie, Ben und Ringer ihre kleine Widerstandsgruppe zusammen, um gemeinsam gegen die Anderen zu kämpfen. Sie sind, was von der Menschheit übrig blieb, und sie werden sich so schnell nicht geschlagen geben. Und während Cassie immer noch hofft, dass ihr Retter Evan Walker lebt, wird der Kampf ums Überleben immer aussichtsloser. Bis eines Tages ein Fremder versucht, in ihr Versteck einzudringen...


 Es würde keine Ernte geben.


Auch in der Fortsetzung „Das unendliche Meer“ konnte Autor Rick Yancey mich von der ersten Seite an mit seinem einzigartigen Schreibstil überzeugen. Er schreibt die Dinge so, wie Menschen/ Jugendliche sie wirklich denken würde und lässt seine Charaktere das sagen, was auch echte Menschen in solchen Situation sagen würden. Dadurch ist jede seiner Figuren voller Leben und leichter vorzustellen.
Der zweite Teil der „Fünfte Welle“-Reihe wird aus der Sicht von Cassie, Ringer, Evan und teilweise Poundcake erzählt. Ich mag den Perspektivenwechsel, da er stets für Abwechslung sorgt und man die einzelnen Charaktere noch besser kennenlernen kann, was gerade bei verschlossenen Personen wie Ringer von Vorteil ist. Zudem erlebt man die Geschichte so nicht nur an einem Schauplatz, sondern erfährt auch immer, was in der Zeit bei den anderen Charakteren passiert ist. Dadurch entsteht ein stimmiges Gesamtbild.
Die Handlung nimmt im zweiten Teil nochmal gewaltig an Fahrt auf, was ich kaum für möglich gehalten hätte. Immer mehr Hintergründe werden bekannt und das Ausmaß der Grausamkeit durch die Fremden noch deutlicher. Selbst vor Kindern schrecken diese nicht zurück.
Die Stimmung ist das gesamte Buch über apokalyptisch und bedrückend, wird jedoch durch witzige Sprüche zwischen den Charakteren etwas aufgelockert.


Bereits im ersten Band fand ich Ringer sehr interessant und freute mich darauf mehr über sie zu erfahren. Ich wurde nicht enttäuscht und war sehr froh, dass es in „Das unendliche Meer“ sogar viele Passagen aus ihrer Sicht zu lesen gab. Sie ist mein persönlicher Liebling und auch ihre Entwicklung im Roman gefällt mir sehr gut.
Cassie ist nach wie vor ein Charakter mit dem man sich leicht identifizieren kann, da sie in dieser schrecklichen Welt irgendwie noch am normalsten geblieben ist. Ich liebe die Geschichte zwischen ihr und Evan, auch wenn sie in diesem Band leider viel zu kurz kam. Ich wünsche mir, dass es am Ende eine gemeinsame Zukunft für die beiden gibt.
Egal ob Ringer, Cassie, Evan, Dumbo, Teacup, Sam, Poundcake oder Ben, ich mag sie alle! Rick Yancey hat eine Gruppe wundervoller Charaktere geschaffen, die alle durch ihre liebenswerten Seiten zu überzeugen wissen.


Die Fortsetzung „Das unendliche Meer“ steht seinem Vorgänger in nichts nach. Der Schreibstil ist gefühlvoll und einzigartig, die Charaktere liebenswert und die Spannung kaum zu ertragen. Ein echter Pageturner, den ich jedem empfehlen kann. 


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