Dienstag, 12. Mai 2015

[Rezension] Tahereh Mafi – Ich fürchte mich nicht



Seitenzahl (Taschenbuch): 316
Preis: 9,99 €
Kaufen: Amazon, Thalia


 Ihr Leben lang war Juliette einsam, eine Ausgestoßene – ein Monster. Ihre Berührung ist tödlich, man fürchtet sie, hat sie weggesperrt. Bis die Machthaber einer fast zerstörten Welt sich ihrer als Waffe bedienen möchten. Doch Juliette beschließt zu kämpfen – gegen die, die sie gefangen halten, gegen sich selbst, das Dunkel in ihr. An ihrer Seite ein Mann, zu dem sie sich unaufhaltsam hingezogen fühlt. Ihn zu berühren ist ihr sehnlichster Wunsch – und ihre größte Furcht ...


„Ich bin seit 264 Tagen eingesperrt.“


Als ich „Ich fürchte mich nicht“ zu lesen begonnen habe, hatte ich immer wieder das Gefühl Band zwei einer Reihe und nicht den Auftakt zu lesen. Ich habe sogar extra nachgeschaut, ob es sich wirklich um den ersten Band handelt, weil die Geschichte praktisch mitten in der Handlung beginnt. Dadurch fehlen einem viele Informationen, die sich erst nach und nach erschließen. Eigentlich könnte gerade dadurch das Buch von Anfang besonders spannend sein, aber für mich waren es einfach zu viele offene Punkte, die mich verwirrten. Je weiter ich jedoch in dem Buch kam, umso leichter wurde das Verständnis. Ab etwa der Hälfte des Romans konnte ich die Geschichte genießen.
Die Protagonistin Juliette ist mir jedoch leider nicht durchweg symphytisch. Ihr einziger Fehler scheint ihre Gabe zu sein, die sie selbst als Fluch ansieht. Ansonsten ist sie mir fast zu perfekt. Sie hat für jeden und alles Verständnis, stellt sich selbst immer zurück und wird auch von anderen als äußerlich geradezu perfekt geschildert, was sie selbst aber natürlich anders sieht. Ich hätte mir für sie mehr Ecken und Kanten gewünscht, die sie nicht nur wie das selbstlose, wunderschöne Opfer erscheinen lassen, sondern auch als starke Persönlichkeit, die nicht nur für andere, sondern auch für sich selbst kämpft.
Als Charakter hat mir Adam am besten gefallen. Ich fand ihn authentisch, geheimnisvoll und mutig. Während ich mir von Juliette häufiger Eigeninitiative gewünscht hätte, hat diese Adam immer zur richtigen Zeit ergriffen.
Die letzten Kapitel des Romans haben mir sehr gut gefallen und lassen mich auf eine gelungene Fortsetzung hoffen.


„Ich fürchte mich nicht“ bot für mich einige Anfangsschwierigkeiten, die sich jedoch im Verlauf des Buches gaben. Ich bin gespannt wie es mit der Reihe weitergeht. 


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