Montag, 18. Mai 2015

[Rezension] Alexandra Bracken – Die Überlebenden

Seitenzahl: 542
Preis: 12,99 €
Kaufen: Amazon, Thalia


Ruby hat überlebt. Doch der Preis dafür war hoch. Sie hat alles verloren: Freunde, Familie, ihr ganzes Leben. Weil sie das Virus überlebt hat. Weil sie nun eine Fähigkeit besitzt, die sie zur Bedrohung werden lässt, zu einer Gefahr für die Menschheit. Denn sie kann die Gedanken anderer beeinflussen. Deshalb wurde sie in ein Lager gebracht mit vielen anderen Überlebenden. Deshalb soll sie getötet werden. Aber Ruby hat nicht überlebt, um zu sterben. Sie wird kämpfen, schließlich hat sie nichts zu verlieren. Noch nicht ...


„Als das Weißrauschen losging, waren wir gerade im Garten beim Unkrautjäten.“


Mir gefällt das Cover trotz seiner Schlichtheit sehr gut. Es spiegelt die dystopische Stimmung ideal wieder, ohne zu viel vorweg zu verraten. Zudem hat die Taschenbuchausgabe einen tollen Effekt, denn dort wo sich die Wände der Höhle befinden, ist das Buch mit einem rauen Überzug belegt, sodass es sich tatsächlich wie Stein anfühlt.


Ich habe selten einen dystopischen Roman gelesen, der so erschreckend die Folter und Unterdrückung von Menschen geschildert hat wie „Die Überlebenden“. Teilweise fühlte ich mich an Bilder von Konzentrationslagern aus dem zweiten Weltkrieg erinnert.
Die Protagonistin Ruby war mir von Anfang an symphytisch, da sie einer der großartigen Charaktere ist, die nicht von Anfang an eine perfekte Kämpfernatur sind, sondern sich erst im Verlauf der Geschichte entwickeln. Ihr Verhalten, ihre Gedanken und Gefühle waren für mich zu jeder Zeit nachvollziehbar, sodass es ein Lesegenuss war sie auf ihrer Reise zu begleiten.
Aber auch die anderen Charaktere der Geschichte wurden detailreich ausgearbeitet.
Die Handlung ist sehr weitläufig und zieht sich über mehrere Jahre und Orte. Dadurch, dass man die Protagonistin über so einen langen Zeitraum begleitet, hat man nach Beenden des Buches das Gefühl Ruby sehr gut zu kennen. Ich bin gespannt wie es mit ihr und den anderen weitergehen wird.


„Die Überlebenden“ von Alexandra Bracken ist nicht neu in der Idee des Buches, aber in seiner Umsetzung. Die Handlung erstreckt sich über mehrere Jahre, sodass man eine gute Bindung zu der Protagonistin Ruby aufbauen kann. Ich freue mich auf die Fortsetzung und spreche eine klare Leseempfehlung für Fans von dystopischer Literatur aus. 


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