Mittwoch, 8. April 2015

[Rezension] Siobhan Vivian – The List

Seitenanzahl: 332 (englisches Taschenbuch)
Preis: 9,82 €
Kaufen: Amazon


An intense look at the rules of high school attraction -- and the price that's paid for them.
It happens every year before homecoming -- the list is posted all over school. Two girls are picked from each grade. One is named the prettiest, one the ugliest. The girls who aren't picked are quickly forgotten. The girls who are become the center of attention, and each reacts differently to the experience.
With THE LIST, Siobhan Vivian deftly takes you into the lives of eight very different girls struggling with issues of identity, self-esteem, and the judgments of their peers. Prettiest or ugliest, once you're on the list, you'll never be the same.


„For as long as anyone can remember, the students of Mount Washington High have arrived at school on the last Monday in September to find a list naming the prettiest and the ugliest girl in each grade.“


Das Cover ist nichts Besonderes, aber es passt perfekt zum Buchinhalt.


“The List” hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Der englische Schreibstil und die Wortwahl von Siobhan Vivian sind leicht zu verstehen und nehmen einen schnell gefangen. Sie schreibt gefühlvoll und lässt Bilder vor den Augen entstehen. Selbst gewöhnliche Alltagssituationen erfüllt sie mit Leben und Spannung.
Ich hatte zu Beginn des Buches keine Idee wo die Geschichte hinführen würde. Sie wird aus Sicht der Mädchen erzählt, die auf der Liste stehen. Obwohl es acht Stück sind, fällt es leicht sie auseinanderzuhalten, weil alle komplett verschieden sind und die Charaktere von der Autorin hervorragend ausgearbeitet und detailreich gestaltet wurden.
Das Ende der Geschichte kam für mich überraschend, aber dennoch logisch und nachvollziehbar.


Ich hatte Freude daran die Gedanken von allen Mädchen zu lesen, weil ich sie alle einzigartig und facettenreich fand, trotzdem hatte ich drei Lieblinge, die ich etwas lieber mochte als die anderen.
Sarah Singer ist das typische Mädchen, das sich nach außen so hart wie möglich gibt, aber in ihrem Inneren einen weichen, verwundbaren Kern verbirgt. Ihre Rebellion kam einem Hilfeschrei gleich, den jeder außer ihr selbst hören und sehen konnte. Sarahs Charakter zeigt viel über Selbstbetrug und Selbsterkenntnis.
Bridget Honeycutt war mein absoluter Liebling. Sie hat es als eine der Hübschesten auf die Liste geschafft, aber anders als erwartet, macht es sie nicht glücklich, sondern zieht sie immer tiefer hinab. Sie möchte perfekt sein und zerbricht daran. Ihr Charakter hatte für mich gedanklich am meisten Tiefe.
Margo Gable beweist wie die meisten Menschen sowohl eine gute als auch eine schlechte Seite und gerade das macht sie für mich umso interessanter und greifbarer. Selbst in ihren weniger netten Handlungen empfand ich sie stets als nachvollziehbar.


„The List“ von Siobhan Vivian ist ein großartiger Roman über den Schulalltag und den Kampf mit der eigenen Wahrnehmung, Selbstwertgefühlen und dem Wunsch nach Bewunderung. Das Buch hat mich berührt und von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. 


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