Sonntag, 22. Februar 2015

[Rezenzion] James Frey - Endgame 1 "Die Auserwählten"









Seitenzahl (Hardcover): 582
Preis: 19,99€
Kaufen: Amazon, Thalia



Klappentext:
ENDGAME. Zwölf Meteoriten. Zwölf Spieler. Nur einer kommt durch. Als zwölf Meteoriten nahezu gleichzeitig an unterschiedlichen Orten der Erde einschlagen, gibt es keinen Zweifel mehr: Die Zeit ist gekommen. ENDGAME hat begonnen! Jeder der Meteoriten überbringt eine Nachricht, die die zwölf Auserwählten entschlüsseln müssen und die sie schließlich an einem geheimnisvollen Ort zusammenführt. Dort stehen sie ihren Gegnern zum ersten Mal gegenüber. Ein Wettkampf auf Leben und Tod beginnt und eine rücksichtslose Jagd um den gesamten Globus. Die Spieler müssen zu allem bereit sein. Wird Arroganz Bescheidenheit schlagen? Klugheit Stärke übertreffen? Wird Gnadenlosigkeit am Ende siegen? Schönheit von Nutzen sein? Muss man ein guter Mensch sein, um zu überleben? ENDGAME wird es zeigen. Aber nur wer die Hinweise richtig deutet und die drei Schlüssel findet, geht als Gewinner hervor. Und nur seine Linie wird überleben, wenn die gesamte Menschheit vernichtet wird.

Erster Satz:
„Endgame hat begonnen.“

Cover:
Es ist auf den ersten Blick sehr schlicht, aber im Detail sehr aufwendig verarbeitet. Über den ganzen Schutzumschlag des Hardcovers ziehen sich Prägungen von Wörtern, Glyphen und Zahlen. Selbst in dem Symbol sind winzig kleine Gravuren zu erkennen. Durch die goldene Farbe ist es zu dem ein echter Blickfang. Kurz: Ich bin begeistert von dem Cover.

Meinung:
Endgame liegt bereits seit Oktober bei mir auf dem SuB. Ich hatte es mir vorbestellt, da es mich direkt angesprochen hat. Nachdem ich nun endlich Zeit gefunden habe, um es zu lesen, war ich wahnsinnig gespannt auf das Buch. Es ist anders, als alles, was ich bisher gelesen habe und hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Die ersten Kapitel war ich euphorisch und neugierig immer mehr über die Welt von Endgame zu erfahren. Ich finde es beeindruckend, was alles rund um das Spiel entworfen wurde, sodass man tatsächlich das Gefühl hat nicht nur ein Buch zu lesen, sondern ein Teil davon zu sein. Leider nahm meine Euphorie jedoch zum Mittelteil etwas ab. Das Buch wird aus Sicht der zwölf Spieler geschrieben, was bedeutet, dass es von Beginn an zwölf verschiedene Perspektiven gibt. Generell bin ich ein großer Fan von Perspektivenwechseln in Romanen, da ich es liebe in die Gedanken der einzelnen Charaktere abzutauchen und ihre Beweggründe zu erfahren. Bei Endgame waren es mir jedoch etwas zu viele Perspektiven auf einmal, sodass es mir schwerfiel zu den einzelnen Personen eine Bindung aufzubauen. Dazu waren die Kapitel meist sehr kurz und sorgten dadurch ebenfalls dafür, dass ich mir kein richtiges Bild von den Personen machen konnte. Die meisten von ihnen sind für mich oberflächlich und ohne Tiefe geblieben. Aber ich bin optimistisch, dass es mir in Band zwei leichter fallen wird, immerhin kenne ich die Charaktere jetzt schon einmal. Und eines ist sicher: Ich möchte Band zwei lesen!

Charaktere:
Da es zwölf Stück gibt, werde ich nur die herausgreifen, die ich besonders mochte oder mir irgendwie aufgefallen sind.
Mein Liebling ist Aisling Kopp. Sie war mir von ihrem ersten Kapitel an direkt symphatisch und das hat sich im Verlauf des Buches nur noch bestätigt. Ich mag an ihr, dass sie überlegt handelt und nicht einfach darauf losstürmt. Sie ist mehr eine Beobachterin als Kämpferin.
Sarah Alopay ist neben Jago Tlaloc die einzige Rolle, bei der ich wirklich das Gefühl habe sie kennengelernt zu haben. Während ich sie zu Beginn des Romans sehr mochte, entwickelte sie sich im Verlauf der Geschichte aus meiner Sicht jedoch leider eher negativ. Ich hoffe, dass sie in Band zwei sich wieder ein paar Symphatiepunkte sichern kann.
Chiyoko Takeda mochte ich wegen ihrer Vielseitigkeit. Sie schien mir von allen Charakteren am besten auf Endgame vorbereitet und stets konzentriert und zielgerichtet. Sie ist keine brutale Mörderin, wie manch anderer Charaktere, sondern wiegt ihre Entscheidungen bewusst ab, ohne dabei jedoch roboterhaft zu wirken. Wenn ich an den geplanten Kinofilm denke, freue ich mich darauf ihre unterschiedlichen Outfits bewundern zu dürfen.

Fazit:
Endgame ist ein beeindruckendes Kunstwerk, das nicht nur aus einem Buch, sondern einem ganzen Universum zu bestehen scheint. Ich finde die Geschichte wahnsinnig spannend und erwarte in Vorfreude die Fortsetzung. Einziger Abzug stellen für mich die vielen Perspektivenwechsel da, die es mir schwer machten die einzelnen Charaktere besser kennenlernen zu können.


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