Montag, 9. Februar 2015

[Rezension] Rick Yancey – Die fünfte Welle (Band 1)



 






Seitenzahl (Hardcover): 478
Preis: 16,99€
Kaufen: Amazon, Thalia


Klappentext:
Die erste Welle brachte Dunkelheit. Die zweite Zerstörung. Die dritte ein tödliches Virus. nach der vierten Welle gibt es nur noch eine Regel fürs Überleben: Traue niemandem! Das hat auch Cassie lernen müssen, denn seit der Ankunft der Anderen hat sie fast alles verloren: Ihre Freunde und ihre Familie sind tot, ihren kleinen Bruder haben sie mitgenommen. Das Wenige, was sie noch besitzt, passt in einen Rucksack. Und dann begegnet sie Evan Walker. Er rettet sie, nachdem sie auf der Flucht vor den Anderen angeschossen wurde. Eigentlich weiß sie, dass sie ihm nicht vertrauen sollte. Doch sie geht das Risiko ein und findet schon bald heraus, welche Grausamkeit die fünfte Welle für sie bereithält ...

Erster Satz:
„Es wird kein Erwachen geben.“

Cover:
Online sieht man es nicht, aber die gebundene Ausgabe hat einen wunderschönen Schimmereffekt, von dem ich direkt angetan war, als ich das Buch zum ersten Mal in meinen Händen gehalten habe. Ansonsten gefällt mir das Cover aber auch unheimlich gut. Es ist auf den ersten Blick eher schlicht, aber wenn man genauer hinsieht entdeckt man viele kleine Details, die alle wunderbar den Buchinhalt wiederspiegeln.

Meinung:
Schon nach den ersten paar Seiten wusste ich, dass ich dieses Buch lieben würde! Der Schreibstil von Rick Yancey ist etwas Besonderes, weil man nicht das Gefühl hat ein Buch zu lesen, sondern direkt im Kopf der Protagonisten zu sitzen. Die Gedanken sind direkt, authentisch und immer nachvollziehbar. Man fühlt sich den Charakteren nah.
Generell ist der Inhalt wie für eine Dystopie nicht anders zu erwarten düster, teils sehr brutal, aber auch erschreckend realistisch. Manchmal erinnerte es mich inhaltlich etwas an „Seelen“ von Stephenie Meyer, aber das hat mich nicht gestört, sondern mir eher gefallen, da ich „Seelen“ sehr mochte und gerne mehr davon gelesen hätte. Es gibt viele spannende Stellen und am Ende überschlagen sich die Ereignisse förmlich. Teils ging es mir dabei jedoch schon etwas zu schnell, sodass ich oft Abschnitte noch einmal lesen musste, um mitzukommen.

Charaktere:
Ich liebe Cassie Sullivan! Es ist jedes Mal eine Freude gewesen die Kapitel aus ihrer Sicht zu lesen, weil sie selbst ernste Situationen durch ihre unverblümten Gedanken aufzulockern vermag. Sie ist nicht perfekt, keine Schönheit, keine geborene Kämpferin, sondern ein Mädchen wie du und ich. Das macht es leicht sich mit ihr zu identifizieren.
Ihr kleiner fünfjähriger Bruder Sammy ist ebenfalls gut gezeichnet und weckte auch in mir den Beschützerinstikt. Es ist schrecklich, was ein Kind in seinem Alter schon alles erleben und mitansehen musste. Dabei verhält sich Sams stets realistisch und seinem Alter entsprechend.
Mein Herz schlägt aber auch für Evan Parker. Er ist ein wahrer Traummann, ohne perfekt zu sein. Sein Charakter beweist Tiefe und ohne zu viel spoilern zu wollen, hoffe ich stark auf ein Wiedersehen im zweiten Band. Aber ich bin überzeugt davon, alles andere würde keinen Sinn machen.
Neugierig auf mehr macht auch Ringer. Sie ist undurchschaubar und gerade das macht sie interessant.
Abschließend kann ich nur sagen, dass ich alle Charaktere mochte, die man hätte mögen sollen.

Fazit:
„Die fünfte Welle“ von Rick Yancey ist ein großartiger Roman mit einer erschreckend realistischen Zukunftsgestaltung, der mich in freudiger Erwartung auf den zweiten Band warten lässt. Eine klare Leseempfehlung, auch perfekt geeignet um in die Welt der Dystopien einzusteigen. Cassie Sullivan ist ein unglaublich liebeswürdiger und toller Charakter, der es einem leicht macht sich mit ihr zu identifizieren. 


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