Mittwoch, 13. Februar 2013

[Rezenesion] Antonia Michaelis - Solange die Nachtigall singt

Inhalt:
Ein Wald, der im Nebel ein Rätsel verbirgt. Ein Wanderer, der sich verirrt. Eine Geschichte, die dem Leser den Atem raubt. Nach Abschluss seiner Tischlerlehre begibt sich Jari auf Wanderschaft, um Freiheit und Natur zu genießen. Dabei trifft er auf Jascha, das bezauberndste Mädchen, dem er je begegnet ist, und folgt ihr zu ihrer Enklave mitten im Wald. Gefangen zwischen märchenhafter Schönheit und menschlichen Abgründen wird der harmlose Tischler zum unerbittlichen Jäger. Poetisch und fesselnd erzählt Erfolgsautorin Antonia Michaelis die Geschichte einer Liebe, der kein Geheimnis zu düster und kein Opfer zu groß ist. Das Meisterwerk einer Märchenerzählerin.

Aufbau und Handlung:
Bereits ab der ersten Seite befindet sich der Leser bereits mitten im Geschehen. Protagonist Jari befindet sich in der Kunstgalerie eines kleinen Dorfes, indem er auf eine alte Frau, sowie ein buckliges, unansehnliches Mädchen trifft. Er hat vor durch die Wälder zu wandern, doch es kommt alles anders als geplant. Völlig unerwartet bietet er dem eigenartigen Mädchen seine Hilfe an, indem er ihre Bilder ihr ein Stück in den Wald tragen will. Von Anfang an ist der Wald wie verzaubert, genau wie das hässliche Mädchen, das plötzlich ihre Hülle abwirft und zu einer wahren Schönheit erblüht. Sie nennt sich Jascha und lebt ganz alleine, mitten im Wald. Jari beschließt die Nacht bei ihr zu verbringen und erhofft sich ein Abenteuer. Ein Abenteuer soll er auch bekommen, jedoch ganz anders als erwartet.
Das Buch ist in der Vergangenheit geschrieben und anfangs nur aus Jaris Sicht. Gegen Ende auch zeitweise aus der Sicht einer anderen Person.

Cover:
Das Cover passt perfekt zu dem Roman, da ich mir genauso düster den Nebelwald vorstellen würde. Zudem ist etwas in den Schatten zu erkennen, dass man erst verstehen, wenn man bereits in dem Roman gefangen ist.

Eigene Meinung:
Nach dem ich bereits den „Märchenerzähler“ von Antonia Michaelis mit großer Begeisterung gelesen habe, war ich auf ihren neuen Roman sehr gespannt und kann bereits vorab sagen, dass sie mich mit keiner Seite enttäuscht hat. Antonia Michaelis versteht es wie kein anderer Autor, einen in eine geheimnisvolle, ganz eigene Welt zu entführen. Ihre Worte sind wie ein schauriges, aber wunderschönes Gedicht. Die düstere und geheimnisvolle Stimmung des Romans ist fast greifbar. Ich konnte „Solange die Nachtigall singt“ nicht mehr aus der Hand legen. Zwar gibt es Stellen, die ich so nicht ganz nachvollziehen konnte, aber auch das passt wiederum zu dem Rest des Buches, da es Protagonist Jari genauso ergeht.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für „Solange die Nachtigall singt“.

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