Dienstag, 25. September 2012

Vorwort zu Radioactive

Hallo meine Lieben,

einige von euch wissen vielleicht schon, dass ich seit einigen Wochen und Monaten bereits an einem neuen Roman schreibe. Dabei handelt es sich um den ersten Teil einer Trilogie, die unter dem Titel "Radioactive" erscheinen wird. Es ist wieder ein Buch aus dem Fantasy-Genre, diesesmal jedoch kein Vampirroman, sondern eine Dystopie.
Um euch einen kleinen Vorgeschmack zu geben und auch um euch auf ein Thema aufmerksam zu machen, dass mich sehr bewegt, möchte ich euch vorab das Vorwort zu "Radioactive" zeigen. Es hat kaum mit der eigentlichen Handlung des Romans zu tun, aber zeigt euch gut, wodurch ich "inspiriert" wurde. Ein ganz besonderer Dank geht dabei auch an meinen fantastischen Politiklehrer Herrn Bönsch, der das Thema nicht besser hätte vermitteln können.

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Vorwort

Die ersten Atomwaffen fanden im August 1945 ihren Einsatz. Sie setzten so viel Energie frei, dass die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki fast vollständig zerstört und hunderttausende Menschen getötet wurden. Bereits die ersten Kernwaffen hatten eine Explosionsenergie, die mehr als zehntausend Tonnen gewöhnlichen Sprengstoffs entsprachen. Doch die Entwicklung schreitet täglich voran. Die Hiroshima-Bombe hatte eine Sprengkraft von 13 Kilotonnen TNT, hingegen hatte 1961 die sowjetische Zar-Bombe, die bei einem atmosphärischen Kernwaffentest gezündet wurde, bereits eine Sprengkraft von 57.000 Kilotonnen TNT. Die Welle der Verwüstung, die so eine Bombe anrichten könnte, ist kaum vorstellbar. Trotzdem entwickelt sich die Technik immer weiter.
Viele Länder treiben die nukleare Rüstungsindustrie immer weiter voran. Die USA sind hierbei Spitzenreiter. Sie befinden sich im Besitz von über 11.000 Atombomben, dicht gefolgt von Russland mit 10.000 Kernwaffen. Aber auch China, Frankreich, Großbritannien, Nord-Korea, Indien, Pakistan und Israel sind offiziell im Besitz atomarer Waffen. Der Iran bestätigte bisher nicht den Besitz solcher Bomben, doch gibt es Messungen, die Anderes belegen. Während das Regierungsgebiet des Iran immer kleiner wird, steigert sich die militärische Stärke der Atommacht Israel immer mehr. Dieser Zustand könnte dazu führen, dass der Iran seine einzige Chance, sich zu verteidigen, in einem nuklearen Angriff sieht.  Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad beginnt jede seiner Reden mit dem Ruf „Tod Israel!“. Selbst Friedensnobelpreisträger Barack Obama zeigt sich auf die Äußerungen des Irans immer kriegerischer: „Amerika ist fest entschlossen zu, verhindern, dass der Iran an atomare Waffen gelangt. Ich werde keine Möglichkeit ausschließen, um dieses Ziel zu erreichen.“ Die Botschaft ist deutlich.
Was die USA dabei jedoch nicht bedenken, ist: Die Auswirkungen einer Atombombe begrenzen sich nicht nur auf ein einzelnes Land, sondern reichen viel weiter. Die iranische Rakete würde zwar Erzfeind Israel treffen, aber auch Länder wie Ägypten, Indien, die Türkei und Russland wären betroffen. Denn: Ein Krieg zwischen zwei Atommächten geht die ganze Welt etwas an, keiner ist von den Schäden ausgeschlossen. Es ist ein Krieg gegen die Menschheit.

Die Auswirkungen einer Atombombe sind in vier Zonen zu gliedern:

Zone 1 – Vernichtung allen Lebens

Zone 2 – 50 % der Menschen sind sofort tot, nur wenige Bauten sind unzerstört. In den ersten Stunden leiden die Überlebenden an Übelkeit. Nach einer Woche kommt es zu Entzündungen und Blutungen, die schließlich zum Tod führen können.

Zone 3 – 25 % der Menschen sind sofort tot. Nach drei Wochen kommt es durch die Qualen von Blutungen, Übelkeit, Haarausfall und hohem Fieber schließlich zum Tod, dem nur 50 % der Überlebenden entgehen.

Zone 4 – 35 % Schwerverletzte. Zahlreiche Gebäude sind beschädigt. Wenn es in den ersten drei Monaten zu keiner Infektion kommt, ist ein Überleben wahrscheinlich.

Spätfolgen: verseuchter Boden, Krebserkrankungen, Missgeburten...

Die Reichweite dieser Zonen ist abhängig von der atomaren Sprengenergie der Nuklearwaffen, die von Jahr zu Jahr stärker werden.
Bereits die Energie aller heutigen Atombomben weltweit würde nicht nur ausreichen, um die ganze Menschheit oder sogar die komplette Erde auszulöschen, sondern um noch vier bis fünf weitere Planeten zu zerstören… "

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