Montag, 24. September 2012

[Rezension] Karin Slaughter – Entsetzen



Inhalt:
Eine falsche Tote – ein wahr gewordener Albtraum …
Noch auf der Schwelle zu ihrem Zuhause sieht Abigail Campano die Glasscherben. Den blutigen Fußabdruck auf dem Dielenboden. Und den Mann, der sich über den leblosen Körper eines Mädchens beugt. Ihre Tochter! Sie stürzt sich auf ihn, bringt ihn zu Fall, und in einem erbitterten Kampf um Leben und Tod erwürgt sie ihn. Das Mädchen, sieht sie, wurde erschlagen. Der Körper ist mit Bisswunden und Prellungen übersät. Doch es ist nicht ihre Tochter Emma, sondern deren beste Freundin Kayla. Emma ist wie vom Erdboden verschluckt.
Special Agent Will Trent weiß: Die Chance, das Mädchen lebend zu finden, wird von Stunde zu Stunde geringer. Doch noch entsetzlicher ist die Vorstellung, dass der sadistische Täter ungeschoren davonkommen könnte …
Der zweite Fall für Will Trent und seine neue Partnerin Faith Mitchell – Nervenkitzel pur!

Aufbau und Handlung:
Das Buch startet direkt spannend aus der Sicht von Abigail Campano, die ihr Haus betritt und dort den vermeintlichen Mörder ihrer Tochter auf frischer Tat ertappt. Man ist direkt mitten im Geschehen und kann das Buch nicht aus der Hand legen.
Später geht es weiter aus der Sicht von Will Trent und es klärt sich auf, dass weder die Ermordete die Tochter von Abigail Campano ist, noch der vermeintliche Täter wirklich der Mörder.
Kurze Zeit später wird die Geschichte aus der Sicht von Faith Mitchell wiedergegeben, die einen guten Kontrast zu Will Trent bietet. Durch den Perspektivenwechsel zwischen Will und Faith wird das Buch nie langweilig und man erhält immer wieder einen neuen Blickwinkel, sodass es nie schwer fällt sich in die Personen hineinzuversetzen.
Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und spiegelt viel Einfühlungsvermögen für die einzelnen Charaktere wieder.

Eigene Meinung:
„Entsetzen“ ist der 2.Fall von Will Trent und ich meine auch den 1.Fall bereits gelesen zu haben, dies dürfte jedoch schon Jahre her sein, aber das Buch ist so geschrieben, dass man den 1.Teil nicht gelesen haben muss, um im Geschehen mitzukommen.
Ich fand den Anfang des Buches klasse, bereits nach den ersten Zeilen hat mich das Buch gefesselt. Den weiteren Handlungsverlauf fand ich hingegen wiederum etwas zäh, aber so ist das ja in vielen Thrillern. Es gibt immer ein paar spannende Szenen, die umhüllt werden von träger Ermittlungsarbeit. Ich hätte mir kurze Perspektivenerzählungen aus der Sicht des Entführungsopfers Emma Campano gewünscht. Damit hätte man natürlich den Lesern vorweggenommen, ob das Mädchen nun noch lebt oder doch tot ist. Aber für mich hätte es den doch etwas langweiligen mittleren Teil aufgewertet.
Faith Mitchell und Will Trent sind beide sehr interessante und sympathische Figuren, sodass ich mich schon darauf freue einen weiteren Fall mit den beiden zu lesen.
Die Auflösung des Falls war für mich unerwartet, während des Lesens hatte ich die ganze Zeit auf eine andere Person getippt. Aber ich finde gut, dass es dann doch nicht so kam, denn sonst wäre das Buch ja vorhersehbar gewesen, was ein Thriller wohl nie sein sollte.
Insgesamt vergebe ich 4 Sterne, ich ziehe einen für den etwas zähen, bereits erwähnten, mittleren Teil ab. Nichts desto trotz ein klasse Thriller, den ich jedem uneingeschränkt weiter empfehlen kann.


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