Montag, 3. September 2012

[Rezension] Bettina Belitz – Splitterherz



Inhalt Es gibt genau einen Grund, warum Elisabeth Sturm nicht mit fliegenden Fahnen vom platten Land zurück nach Köln geht, und dieser Grund heißt Colin. Der arrogante, unnahbare, aber leider auch äußerst faszinierende Colin gibt Ellie ein Rätsel nach dem anderen auf, und obwohl sie sich mit aller Macht dagegen wehrt, kann sie sich seiner Ausstrahlung nicht entziehen. Bald muss Ellie einsehen, dass Colin viel mehr mit ihrer Familie verbindet, als sie sich je vorstellen könnte. Ihr Vater Leo verbirgt ein Geheimnis, das ihn und Colin zu erbitterten Gegnern macht – und das Ellie in tödliche Gefahr bringt. Dass sie mit ihren seltsamen nächtlichen Träumen den Schlüssel zu dem Rätsel in der Hand hält, begreift Ellie erst, als ihre Gefühle für Colin alles zu zerstören drohen, was sie liebt.

Aufbau und Handlung Das Buch wird aus der Sicht der Protagonistin Ellie geschildert. Neben ihr gibt es natürlich noch ihre große Liebe Colin, sowie ihre Eltern und ihr neugefundener Freund Tillmann. Ansonsten noch einige Nebencharaktere aus ihrer Schule. Ellie ist eine recht sarkastische und ironische Person, was sie aus meiner Sicht jedoch interessant und liebenswert macht. Colin hingegen ist sehr abweisend und bleibt für mich auch die meiste Zeit des Buches über sehr undurchsichtig. Das ist zu einem großen Teil sicher von der Autorin so gewollt und beabsichtigt, manchmal hätte ich mir jedoch etwas mehr Informationen über seine Beweggründe gewünscht.

Eigene Meinung: „Splitterherz“ hat mir gut gefallen. Ellie ist ein wirklich toller Hauptcharakter mit viel Gefühl und Tiefgang. Die Beschreibung des Westerwaldes lassen Deutschland in einem fantasievollen und mystischen Blickwinkel erscheinen, wie ich es nie für möglich gehalten hätte. Auch Tillmann ist ein toller Charakter mit viel Identität. Colin hingegen, die männliche Hauptperson gefällt mir weniger. Zu ihm fällt es mir schwer einen Bezug aufzubauen, allgemein erinnert er mich immer recht stark an Edward von Twilight, auch wenn er kein Vampir ist, wie in dem Buch mehrfach betont wird. Es macht jedoch für mich kaum einen Unterschied was Colin nun genau ist, da die ganze Handlung Twilight doch recht ähnlich erscheint. Mädchen kommt an fremde Schule, verliebt sich in den unnahbaren Außenseiter, ihre Liebe steht vor einem Konflikt, es taucht der böse Gegenspieler auf. In diesem Fall ist das Tessa, die ich genauso wenig fassen kann wie Colin. Mal erscheint sie gelungen eklig und dann wiederum doch irgendwie niedlich und fast süß. Ihre Person enthält für mich zu viele Widersprüche.

Nichts desto trotz ist „Splitterherz“ ein gelungener und auch spannender Roman, weswegen ich auch sicher die Fortsetzung lesen werde. Ich bin gespannt zu erfahren, ob auch Ellie übernatürlich ist.

Das Buch kaufen?


1 Kommentar:

  1. Tessa als niedlich und süß zu empfinden wäre mir nie in den Sinn gekommen. Schöne Rezension!
    LG
    Yvonne

    AntwortenLöschen